================================================================== MF-Rundspruch (MFRs) 36/06 (Nr. 1451 seit 1977) Aussendung: ab 14.10.2006 ================================================================== M F - R U N D E e.V. Homepage: www.marinefunker.de Redaktion : DL1NL / MF 779 Fred Hatzius, QTH: 21787 Oberndorf a. d. Oste e-mail: f_hatzius @ hotmail.com ================================================================== Hinweise: 1. Einsendeschluss: donnerstags 13:00 LT 2. Dieser MF-Rundspruch kann auch nach der Funkaussendung auf der Homepage der MF-Runde e.V. eingesehen oder herunter geladen werden. 3. Ab montags ist der MFRs als PR-Version DL-weit in Packet Radio Mailbox Rubrik "MF" zu lesen. ================================================================== CW-Aussendung Sa 14 Okt: Hans/DL1EBU, Vorlog/ZAP: Klaus/DF6LI SSB-Aussendung So 15 Okt: Mary /DF7PM ------------------------------------------------------------------ 1. Geburtstage 14. Oktober 2006 bis 20. Oktober 2006 ----------------------------------------------------- Es gibt fuer diesen Zeitraum nur einen "runden" und keinen Geburtstag ueber 70 Jahre zu melden: 18.10.: Hans-Peter/DF2HA, MF978 (55 Jahre) Allen Geburtstagskindern dieser Woche Gesundheit, Wohlergehen und Freude im neuen Lebensjahr 2. MF-Mitgliederbewegung: ------------------------- Neues Mitglied ab dem 10.10.2006: MF977 DG2BDT Harald-Norbert aus Bremerhaven DOK I05 (Mitgliederverwalter Hans Werner/DL1EKN) 3. MF-Diplome: -------------- Keine neuen Diplome gemeldet. 4. MF-Intern: ------------- 1) Wiederholt erreichen die Organisatoren der JHV 2006 Anmelde- formulare im Blanko-Zustand, d.h. ohne irgendeine Angabe. Er- schwerend wurde teilweise dann auch nicht einmal die Absender- adresse angegeben, so dass man den Einsender nicht einmal kontak- ten kann. Der noch amtierende Vorstand der MF-Runde bittet, von der Einsen- dung solcher irrefuehrenden Formulare abzusehen. MF-Mitglieder, die an der JHV 2006 nicht (rpt nicht) teilnehmen, brauchen nichts (rpt nichts) weiter veranlassen. (Vorstand) 2) Wiederholung wegen der unmittelbar bevorstehenden Anreise von JHV-Teilnehmern: Wie Heinz/DF4BV mitteilt, hat er bei einem Aufenthalt in Lueneburg festgestellt, dass die Zufahrt zum Vereinsheim der MK besonders durch Baustellen nicht ganz einfach ist. Heinz empfiehlt folgende Zufahrt: Ueber die A250, vom Maschener Kreuz kommend, nimmt man besser die zweite Abfahrt Lueneburg. Es gibt dort z.Zt. eine Bau- stelle. Diese Abfahrt ist aber fuer den Fernverkehr gedacht. Folgt man ihr, dann ist kurz vor dem Stadtring (ca. 500 m) die "Lise Meitnerstr. an steuerbord (also rechts). Besser sieht man noch den hinweis "Kfz-Pruefstelle". Dort einbiegen und gleich die 1. Strasse rechts nochmals. "Lise Meitnerstr." teilt sich. Ein mobiles Hinweisschild mit Pfeil zeigt zum "Marineheim". Man kommt an eine Baustelle der neuen Feuerwehrzentrale Luene- burg Mitte. Nicht abschrecken lassen, sondern den Sandweg um die Baustelle nehmen. Dahinter liegt die MK mit der Nr. 22. Es sind dort ausreichend Parkplaetze vorhanden. Wer jedoch die Abfahrt Lueneburg Nord nimmt (also 1. Abfahrt A250) muss umstaendlich durch den Stadtverkehr. 5. Dienst an Bord / TMs: ------------------------- 1) Cap San Diego: Sa 21 Okt: Hans/DL9HP So 22 Okt: Hein/DF3HF (Aus der Liste von DL6XQ) 2) TMs CW/SSB: CW-Aussendung Sa 21 Okt: Ray/DK5VC SSB-Aussendung So 22 Okt: Klaus/DF6LI 6.Unsere Funkrunden: -------------------- 1)An der Kloenrunde vom 9 Okt beteiligten sich 24 Rufzeichen in SSB. Danach fanden noch CW-QSOs mit 14 Rufzeichen statt. Zur Kloenrunde wurden die in den vergangenen Wochen nicht gesendeten Themen behandelt. (Horst/DJ2HN) 2) Es nahmen 8 Stationen am Mittwochabend an der MF-SSB-Runde teil. Die Bedingungen auf 80m waren gut. Gegen 19:40 LT wurde QRT gemacht. Ein herzliches Dankeschön an alle teilnehmenden Stationen. vy 73 es moin, moin Brigitte, DL6DCC 7. Amateurfunk: --------------- 1) Amateurfunkaktivitaeten zu "SOS 100 Jahre alt": Am 3. November 1906 wurde zur " International Wireless Telegraph Convention" in Berlin ein abschliessendes Abkommen von 27 Laendern unterzeichnet. Dieses Abkommen bestimmte 500kHz zu einer Seefunkfrequenz, die damit internationale Notfunk- und Anruffrequenz wurde und die es bis heute, zumindest in einigen Regionen der Welt, geblieben ist. Das Abkommen bestimmt: "Schiffe in Not sollen das folgende Signal kurz-kurz-kurz, lang-lang-lang, kurz-kurz-kurz senden (... --- ...)". "SOS" wurde am 1. Juli 1908 allgemein verwendet, aber verschiedene von Marconi besetzte Schiffe benutzten weiterhin oft "CQD" neben "SOS". Die "Titanic" war aber nicht, wie oft angenommen wird, das erste Schiff, das "SOS" benutzte. In Wuerdigung dieses hundertjaehrigen Jubilaeums wird die Radio Officers' Association (ROA) ab 2. November drei Tage lang mit dem Rufzeichen "GB500KCS" in der Luft sein. Diese spezielle Aktivi- taet stellt den Beginn der ROA-Kampagne dar, 500kHz international als eine "Erinnerungs"-Frequenz anzuerkennen. Das Rufzeichen ist am 3. November von der Lizard Wireless Station und am 4. November vom Poldhu Marconi Centre in der Luft. Zusaetzlich wird von Mitgliedern der INORC am 2., 3. und 4. Novem- ber von La Spezia (Mount Parodi) aus "IY1SP/500KCS" aktiviert. Von La Spezia sendete Marconi seine ersten experimentellen Funk- sprueche an italienische Marineschiffe. (QSP DL5XI aus RNARS news, uebersetzt durch DL1NL) 8. Maritimes: ------------- 1) Die "Finnstar", die Ende Juli von der italienischen Fioncan- tieri-Werft fuer 115 Millionen Euro abgeliefert worden war, sowie das nun folgende Schwesterschiff "Finnmaid" trafen sich in Travemuende. Am 13 Sep lief die von der Werft in Ancona ge- lieferte Faehre zur Jungfernreise aus. Zusammen mit der Anfang naechsten Jahres ebenfalls unter finnischer Flagge in Fahrt kommenden "Finnlady" sollen die drei groessten RoPax-Faehren der Welt die vier Anfang der 90er Jahre in Polen erbauten Schiffe der Hansa-Klasse auf der Route nach Finnland abloesen. Mit Platz fuer bis zu 500 Passagiere in 201 Kabinen und 4200 Spurmeter fuer rollende Ladung bringen die neuen Schiffe aus Italien eine Kapazitaetserweiterung von 1000 Lademetern gegen- ueber den Schiffen der Hansaklasse. Durch die hohe Dienstge- schwindigkeit ist eine Verkuerzung der Fahrzeit von 36 auf 27 Stunden moeglich. (Aus einer Pressemeldung) 2) Vor 40 Jahren kenterte U-Boot "Hai" in der Nordsee: Dieser Tage gedenkt die Marine eines tragischen Ungluecks: Am 14. September 1966 sank das U-Boot "Hai" mit praktisch der gesamten Besatzung in Hoehe der Doggerbank in der Nordsee. Nur einer der 20 Maenner ueberlebte. Das auf den Namen "U-Hai" (S170) getaufte Boot entstammte wie sein Schwesterboot "U-Hecht" (S171) dem 2. Weltkrieg-Kriegsmarine-Typ XXIII. Von diesem 35 m langen Einhuellen-Kuesten-U-Boot (Wasserverdraengung rund 250 Tonnen) wurden etwas mehr als 60 Fahrzeuge gebaut. Das damalige "U 2365" wurde am 5. Mai 1945 - drei Tage vor Kriegsende - bei einem Angriff einer tschechischen Liberator- Maschine im Kattegat beschaedigt und daraufhin von seiner Besatzung selbst versenkt. Auf 56 Meter Wassertiefe lag das Boot im Schlamm, ueberzogen mit Schweroel. Dies sorgte dafuer, dass sich das Boot bei seiner Bergung im Jahr 1956 in erstaun- lich gutem technischen Zustand befand. "U 2365" wurde am 15. August 1957, nach vollstaendiger technischer Ueberholung sowie verschiedener Umbauten, bei den Kieler Howaldtswerken feierlich als "U-Hai" in Dienst gestellt. Mit dem Boot begann die Bundes- marine, Personal fuer eine neue U-Boot-Waffe zu schulen. Als es 1966 zu der verhaengnisvollen Havarie kam, befand sich das Boot in einem Marineverband auf dem Weg von Neustadt nach Aberdeen. Am Abend des 14. September 1966 herrschte schweres Wetter. Waehrend der Ueberwasserfahrt drangen -zunaechst unbemerkt - grosse Mengen Seewasser ueber den Zuluftstutzen und den zum Teil ausgefahrenen Schnorchel ins Boot ein und sammelten sich in der Bilge. Dadurch entstand eine starke Achterlastigkeit und das Boot war verloren. Dem Befahl des Kommandanten zum Verlassen des Bootes konnten nur zehn Mann folgen. Den Rest nahm das Boot mit sich. Bei einer Wasser- tiefe von 47 Meter sank es auf den Boden der Nordsee. Weil durch den schweren Sturm die Funkverbindung zwischen "U-Hai" und dem Verband verloren gegangen war, bekam die Verbandsfuehrung erst sehr spaet von der Havarie Nachricht. Die Besatzung eines britischen Trawlers zog lediglich einen Obermaat aus der tobenden See. "U-Hai" wurde am 21. September 1966 vom Schwimmkran "Mag- nus III" gehoben und verschrottet. Geblieben ist bis heute ein trauriges Kapitel in der Geschichte der Deutschen Marine. (Aus einem Presseartikel) 3) Neues - altes Molenfeuer an der 3. Einfahrt in Wilhelmshaven Wie wir leider erst jetzt erfahren haben, gab es in Wilhelms- haven im Juni bereits ein bemerkenswertes maritimes Event, welches wir den Mitgliedern und Freunden der MF-Runde nicht vorenthalten wollen: Bereits am 17. Juni, dem Geburtstag der Stadt Wilhelmshaven, wurde dort ein besonderes oder doch zumindest bemerkenswertes maritimes Ereignis gefeiert. Es handelt sich um die Fertigstellung des Nachbaus des alten Quermarkenfeuers auf der Nordmole der ehem. 3. Einfahrt zum Marinestuetzpunkt Wilhelmshaven. Das Molenfeuer auf der Nord- mole war naemlich noch bis 2005 in Betrieb und schickte seine Lichtzeichen ueber das Jadefahrwasser. Nach der Ausser- dienststellung durch die Wasser- u. Schifffahrtsverwaltung, wurde es an einen privaten Kapitaen verkauft. Dieser rueckte daraufhin mit seinem Ausflugsdampfer an, lud den Gitterturm an Deck und stellte ihn in seinem Heimathafen Dangast wieder auf. Erst nach dieser Aktion fiel vielen Wilhelmshavenern die verwaiste Mole und ihr gerupfter Zustand auf, und der kleine Leuchtturm wurde in der Hafensilhouette arg vermisst. Mit vereinten Kraeften aus Wilhelmshavener Buergern, Betrieben, dem Wasser- und Schifffahrtsamt und dem Nautischen Verein, konnte jedoch - im Rahmen einer Spendenaktion - der alte Turm neu entstehen und ziert nun seit dem 17. Juni wieder die ehemalige 3. Einfahrt. (DL5XI) Zu guter Letzt: --------------------- Diesmal fuer all unsere Schiffs-, Boots- und sonstigen Reisenden ein Reim von Wilhelm Busch: "Froh schlaegt das Herz im Reisekittel, vorausgesetzt man hat die Mittel." ------------------------------------------------------------------------- Ende MF-Rundspruch Die Redaktion/der TM des MFRs wuenschen eine ufb Woche und den Kranken gute Besserung. Moin Moin